Muster und ornamentale Strukturen laufen aus dem Blickfeld bei der Betrachtung von fe_male gazes.
Können wir in diesen Patterns neue Wahrnehmungsweisen von Körperlichkeit, von subjektivem Sichtbarkeitsempfinden einschleusen?

Ein Ineinanderstecken von Posen und Gesten kann in einem zum Muster verwebten Tableau möglich werden. Wie beeinflussen sich die gefundenen Ausdrucksformen in musterhafter Annäherung gegenseitig?
Dem allgegenwärtigen Blickregime des Male Gaze werden verschiedene Umgangsweisen aus verwobenem Text, Bild, Objekt und Collage entgegengestellt. Collagierte Bildfragmente, Bilder als Material, Textproduktionen in schriftlicher und visueller Form ermöglichen vielschichtige Perspektiven der künstlerischen Forschung auf die Dekonstruktion des männlichen, binären Blicks. Die Idee der Collage überträgt sich auf den Raum, auf die kuratorische Situation in den jeweiligen Raumgefügen und lässt das hegemoniale Konstrukt eines eindimensionalen Blickes zersplittern.

Die Praxis des Collagierens wird auf künstliche Intelligenz und deren Verschneidungsalgorithmen ausgedehnt. Mit der Schere weiter bearbeitet, entstehen Hybrid-Ob- jekte aus virtuellem und analogen Material. Neue Muster setzen sich zusammen, werden aufgetrennt und wieder neu verschnitten.